23.09.2009

Verrückte Kussvorschriften aus aller Welt

9 Verrückte Kussvorschriften aus aller Welt

Was die Super Singles eventuell beachten sollten

“Küssen ist bei mir nicht erlaubt”: So sang die deutsche Band “Die Prinzen” bereits 1992. Nun kann ja jeder selber entscheiden, ob eifrig geküsst wird oder nicht. Doch in vielen Ländern mischt sich der Gesetzgeber mit absurden Gesetzen in die Privatsphäre seiner Bürger ein. Speziell für Reisende, wie es ja auch unsere Super Singles sind, gilt deshalb: örtliche Vorschriften beachten! Wir haben uns auf die Suche nach den verrücktesten Liebesregeln aus aller Welt gemacht – und sind fündig geworden.

Kussverbot am Bahnhof
Erst vor wenigen Monaten berichtete verschiedene Zeitungen von einem kuriosen Kussverbot in England. Der Bahnhof Warrington Bank Quay hat eine kussfreie Zone eingeführt. Um zu gewährleisten, dass sich pendelnde Paare beim Verabschieden auf dem Bahnhofsparkplatz in der Haltebucht mit dem Aussteigen beeilen, heisst es dort nun “Küssen verboten”. In Frankreich ist es zwar gestattet, sich am Bahnhof “anständig“ zu verabschieden, an Bahnübergängen ist das Küssen aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

“Schnauzer” mit schlechten Karten – “Rosenwasser” fürs Küssen
Besonders hervor tut sich in Sachen Kussvorschriften das Land der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten. In den USA gibt es eine Fülle von teils absurden Anti-Kuss-Gesetzen. So haben etwa Schnurbartträger in der kalifornischen Stadt Eureka ganz schlechte “Kuss-Karten”. Ihnen ist es nämlich gänzlich untersagt, Frauen zu küssen. Im Bundesstaat Indiana sind Schnurbärte sogar illegal, wenn der Träger die Neigung hat, ständig andere Menschen zu küssen.

Auch Liebende in Hartford (Bundesstaat Conneticut) haben es nicht leicht. Dort ist es Männern nicht gestattet, Frauen an Sonntagen zu küssen.

Und es kommt noch besser: Eine Verordnung in Riverside bestimmt, dass sich zwei Personen erst dann küssen dürfen, wenn sie ihre Lippen mit karbolsaurem Rosenwasser abgewischt haben. Als ob ein Kuss nicht ohnehin schon süss schmeckt …

Wer flirtet, wird verhaftet
Doch nicht nur das Küssen scheint einigen Stadtvätern ein Dorn im Auge zu sein. Auch das Flirten wird vielerorts reguliert. Auch hier sind die USA ganz vorne mit dabei. So kann das Flirten zwischen Männern und Frauen auf den Strassen von Little Rock mit bis zu 30 Tagen Gefängnis bestraft werden. Im texanischen Abilene ist innerhalb der Stadtgrenzen das “Herumtreiben” verboten, wenn es als Ziel “Flirten” hat. Und die Stadt San Antonio verbietet es beiden Geschlechtern, mit Händen oder Augen zu flirten bzw. mit Händen oder Augen auf Flirts zu reagieren.

Widerstand formiert sich
Wie viele Medien berichten, formiert sich jedoch auch Widerstand. In Südafrika organisierten tausende Jugendliche Kussmarathons, um gegen die Einführung des “Sexual Offences Act” zu demonstrieren. Das Gesetz sollte Jugendlichen unter 16 Jahren jede Form sexueller Aktivität – also auch Küssen und Schmusen – verbieten.

Was unser Nachbarland Deutschland angeht: Die Vorschriften für das öffentliche Küssen sind dort wie in der Schweiz sicherlich alles andere als rigide. Dennoch gibt es hier den Verein Kussfreunde e.V., der im Oktober 2008 gegründet wurde. Sein Ziel: Verbesserung der Kusskultur in Deutschland und Europa.

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